auch 2005

war das Team Neuler

beim ALBExtrem

stark vertreten!

 

Unser Franky im

Pressebereicht in der NWZ

Pressebericht: NWZ
30.06.2005  

RADMARATHON / Bei der Alb-Extrem geht jeder ans Limit

 

Spezi gibt letzten Schub

 

Hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze sorgen für großen Durst

 

Viel Trinken lautete gestern die Devise beim Ottenbacher Radmarathon Alb-Extrem. War der Morgen für die knapp 3500 Teilnehmer von hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, kam ab Mittag

die Sonne durch und sorgte für hohe Temperaturen.

 

HARALD BETZ

 

Ottenbach morgens um 5.27 Uhr. Knapp 3500 Teilnehmer bilden einen langen Lindwurm am Ortsausgang Richtung Hohenstaufen. Noch kurz bevor der Startschuss fällt, klingelt ein Handy im Pulk: "Hallo Rita, wo bist Du?" - gleich darauf klicken die Radschuhe in die Pedale. Die Sicht ist bescheiden, der Nebel hängt tief, aber die Bedingungen sind für einen Radmarathon optimal.

 

Richtung Waldstetten wuchtet ein 100-Kilo-Mann im Raddress des australischen Meisters, Typ Bahnsprinter, die Kurbel herum. Der Extrem-Teilnehmer ist ein zurückgekehrter Australien-Auswanderer. Vor einem Jahr begann er mit dem Radfahren, nächsten Sonntag geht es gleich zum Dolomiten-Marathon.

 

Rätschen und Trillerpfeifen halten schon früh ganz Bartholomä wach. Traditionell ist der Empfang im Gruppensieg-verwöhnten Ort besonders herzlich. "Mir kleben die Hände förmlich am Lenker", bemerkt ein Fahrer, der am Morgen ohne Radhandschuhe gestartet war, zur hohen Luftfeuchtigkeit.

 

Spätestens in Waldhausen sind alle Trinkflaschen leer. Die Sonne hat sich am vorigen Kontrollpunkt gegen die Wolkendecke durchgesetzt und erschwert die Bedingungen nun Stunde um Stunde. Erst füllen die Radsportler die körpereigenen Depots auf, dann ihre Trinkflaschen. Schon tags zuvor hatten die Händler auf dem Startgelände ihre Wetterabhängigen Geschäfte gemacht. Diesmal der Renner: Plastikflaschen und Müsliriegel, Regenjacken und warme Socken mussten wieder eingepackt werden.

 

Seit neun Jahren arbeitet Klaus Semek an der Getränkeausgabe in Waldhausen, mittlerweile gehört auch sein Sohn zum eingespielten Helferteam des MRSC Ottenbach. "Heute ist es wieder sehr heiß. Spezi ist der Renner, weil der Zucker einen Schub gibt, und Apfelschorle geht immer", stellt Klaus Semek fest und sortiert die leeren Flaschen in die Kisten zurück.

Gleichzeitig freut sich der Salacher: "Die Leute sind sehr diszipliniert, und die Organisation wird immer wieder gelobt."

 

Das tut auch Steven Marks in Stötten, der letzten Verpflegungsstation, auch wenn es ihm "fast schon ein bisschen zu viel Trubel bei so vielen Teilnehmer ist". Im grün-gelben Dress seines Heimatlandes Südafrika, den er erst vor wenigen Wochen während eines Besuches in Kapstadt erworben hat, hat er demnächst die 210 Kilometer bewältigt. Vor Jahresfrist war der

heutige Stuttgarter gar auf die 280er-Schleife gegangen. Diesmal ließ dies der Trainingszustand nicht zu. Gleichzeitig kommt ein wenig Mitleid mit den Kameraden durch, die diesmal noch den weiten Weg zurück nach Ottenbach haben. "Zum Glück ist es nicht so heiß wie noch tags zuvor, aber dafür dürfte der aufkommende Wind die Sache erschweren", so Marks.

 

Im Ziel im Ottenbacher Buchs geht die Ausgabe der Urkunden so problemlos über die Bühne wie am morgen das Startprozedere mit dem roten Armband, das den Einlass zu den Verpflegungsstationen erlaubt. Dementsprechend zufrieden kann MRSC-Radabteilungsleiter Stefan Nußbaumer sein. "Keine besonderen Vorkommnisse" ist ein Satz, der ihm am Abend des Mammut-Marathons besonders leicht über die Lippen geht. Claudia Volk, gerade vom Tandem gestiegen und den Schatten suchend, stimmt zu: "Das war wieder eine super Veranstaltung."

 

    

ALB-EXTREM / Am Ende liegen 701 380 Kilometer hinter 3373 Teilnehmern

 

Der Gruppensieger kommt aus Bartholomä

 

Die Bilanz der 22. Alb-Extrem ist in jeder Hinsicht erfreulich. Bei 3373 Teilnehmern und 701 380 Gesamt-Kilometern gab es am Ende nur einen gebrochenen Finger zu beklagen.

 

Von den 3373 Radlerinnen und Radlern im Ziel fuhren 1823 Teilnehmer die "kleine" Runde von 190 Kilometern und 2800 Höhenmetern, 1029 machten sich auf die 210-Kilometer-Schleife (3300 Höhenmeter), 232 fuhren die 250 Kilometer (4000 Höhenmeter) und 289 Radsportler bewältigen die 280 Kilometer (4400 Höhenmeter).

 

In der Wertung der teilnehmenden Gruppen kamen einmal mehr die Radsportfreunde Bartholomä mit 34 350 Kilometern, gefahren von 158 Mitgliedern, auf Rang eins. Zweiter wurde die Betriebssportgemeinschaft Festo (32 670 Kilometer/156 Fahrer)

vor den Rolling Bones (27 360/132).

 

Auf den nächsten Plätzen: 4. Pedalteufel Donzdorf (25 010/120), 5. Cafe Mehlsack (14 310/ 71), 6. Team Wackler (12 470/61), 7. TV Birenbach (10 660/49), 8. Südschweden (10 290/46), 9. LBBW Radsport (8270/39), 10. Eberspächer Kurbeltreter (7860/38).

 

haz

 

      Erscheinungsdatum: Montag 27.06.2005

 

Herzlichen Glückwunsch allen

erfolgreichen Finishern!!